Wie in jedem Jahr eröffnete die CDU Niederwürzbach den Reigen der Neujahrsempfänge am ersten Sonntag des Jahres. Im Haus des Deutschen Roten Kreuzes war in diesem Jahr Marc Speicher, Oberbürgermeister von Saarlouis und Vorstandsmitglied der CDU im Bund, als Gastredner eingeladen. Zunächst begrüßte Patrick Hüther, Ortsvorsitzender der CDU Niederwürzbach, Erster Beigeordneter und Fraktionschef der CDU im Blieskasteler Stadtrat die Gäste.
Als ein besonderes kommunalpolitisches Highlight des vergangenen Jahres hob Hüther die Einweihung der Philippsbrücke über den Würzbacher Weiher hervor. Auch die Gründung der neuen Kita Bliesgau Gmbh würdigte Hüther als wichtiges kommunalpolitisches Projekt für Blieskastel und Gersheim.
Erst kürzlich habe man im Rahmen eines Nachtragshaushaltes die weitere Ausfinanzierung gesichert. Die Kita soll im Frühjahr bezugsbereit sein, pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres dann im Sommer aktiv sein. Auch die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Bexbach hob Hüther hervor. Im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung hat die Verwaltung der Stadt Blieskastel die Personalbuchhaltung für die Stadt Bexbach übernommen.
Der Beigeordnete Hüther würdigte dann auch die Arbeit des Forstmannes Helmut Wolf. Durch dessen vorausschauende und nachhaltige Arbeitsweise sei der Forst der Stadt ein wichtiges Aushängeschild.
Nicht zuletzt der Arbeit des promovierten Forstmannes Wolf und seines gesamten Teams sei es zu verdanken, dass sich Blieskastel im nächsten Jahr mit dem Titel „Deutschlands Waldhauptstadt“ schmücken darf. Insgesamt, sagte Hüther, sei die kommunalpolitische Arbeit der CDU in Blieskastel „eine Frage der Haltung und der täglichen Arbeit. Wir wollen, dass die Dinge funktionieren. Verlässlich, bodenständig und so, dass man Entscheidungen erklären kann, auch wenn sie nicht immer bequem sind“. Am Ende seiner Ausführungen ging Hüther noch auf Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit ein. Und mit dem Verweis auf die Saarlouiser „Mülldetektive“ gab er das Wort an den Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher weiter.
Dieser erläuterte, dass man mit der Arbeit der „Mülldetektive“ sehr erfolgreich sei und die Stadt dadurch ein sehr großes Einsparvolumen verzeichnen könne. Insgesamt spannte Speicher einen großen Bogen von der Bundespolitik bis hin zu den Problemen in der kommunalen Finanzausstattung. Hier sah Speicher auch eine große Gefahr für die Stabilität der politischen Verhältnisse. Denn wenn der Bürger spüre, dass Sporthallen oder Schwimmbäder geschlossen werden müssten oder Schulen in sehr schlechtem Zustand seien, entstehe beim Bürger das Gefühl, dass der Staat insgesamt nicht mehr funktioniere. Speicher erinnerte noch an das Ende der Autoproduktion in Saarlouis, wobei hier Kritik am saarländischen Wirtschaftsminister Jürgen Barke durchklang.
Leider mussten die Gäste auf das sonst obligatorische Schlusswort des Maire Marcel Vogel aus dem lothringischen Ormesviller in diesem Jahr verzichten: Dort war der Gemeindearbeiter erkrankt, und so blieb nichts anderes übrig, als dass Bürgermeister Vogel selbst den örtlichen Räumtraktor fahren musste.



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